Mülldeponie

Der Kienberg als Großdeponie

Der Kienberg, ist eine Großdeponie, welche unter ständiger Beobachtung stehen muss. Dort wurden nicht nur Bauschutt, sondern u.a. auch flächenweise Altölfässer sowie Krankenhausabfälle, Autoreifen, Autowracks u.d.gl. eingelagert.

Nun soll er bebaut und medientechnisch vollständig erschlossen werden (Trinkwasser/Abwasser, Starkstrom/Schwachstrom, Telekommunikation). Dazu ist es laut geostatischer Untersuchungen notwendig, den instabilen Baugrund mittels schwerer mechanischer Erschütterungen zu verfestigen.

 

Es sind vor allen Dingen touristische Attraktionen geplant:

  • Brückenbau
  • Verkehrswege und –flächen (befestigt und unbefestigt)
  • Besucherzentrum mit Aussichtsbauwerk
  • Aufenthaltsbereiche wie Terrassen u.ä.
  • Seilbahnstation und –stützen
  • Sommerrodelbahn
  • Winterrodelhang
  • Spielplätze und sportliche Einrichtungen
  • Gastronomie
  • gärtnerische Attraktionen
  • Urbanes Gärtnern mit angeschlossenem Campus und Kochmöglichkeiten am Fuße der Deponie
  • andere bauliche Anlagen und Einrichtungen, von denen wir noch keine Kenntnis erlangt haben

 

Die Baumaßnahmen umfassen den Tief- und Hochbau und gehen mit umfangreichen Baumfällarbeiten und Erdaushub einher. Bauherren sind die Grün Berlin GmbH und die Firma Leitner AG (Seilbahn).

Es gibt Verdachtsmomente auf Bodenverunreinigungen, auch im angrenzenden Wuhletal. In einer Veröffentlichung aus dem Jahr 1993 des Bezirksamtes Marzahn heißt es:

„Darüber hinaus ist von weiteren Gefährdungspotentialen für das Wuhletal durch den Kienberg … auszugehen. Vereinzelt besteht der Verdacht auf Verunreinigungen in folgenden Bereichen:

  • Baulager an der Eisenacher Straße
  • Ehemaliges Mineralöllager im Bereich des Kopfberges und vereinzelte Ablagerungen von Fässern und Autowracks auf dem Gelände
  • Verunreinigung und Fässer östlich der KGA Marzahn

Ein erhebliches Problem stellen die diversen Ablagerungen im Gebiet dar, deren Gefährdungspotential nicht abschätzbar ist. Kleinräumig muß daher mit Bodenbelastungen gerechnet werden. Ein weiteres Belastungspotential stellen die Sedimente von Wuhlekanal und Regenrückhaltebecken dar. Hier besteht erheblicher Untersuchungsbedarf“.

Weiter heißt es: „ Insbesondere der Erdaushub des Wuhleteichs, der nördlich der Cecilienstr. abgelagert wurde, ist mit Arsen und Quecksilber belastet. Darüber hinaus ist von einem Gefährdungspotential für das Wuhletal durch den Kienberg (ehemalige Bauschuttdeponie) auszugehen.“

Die Anwohner befürchten nun, dass es im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen zur Freisetzung von gesundheitsschädlichen Substanzen und Umweltgiften kommt. Diese könnten sowohl in die Atemluft wie auch in das Grundwasser gelangen.

Sofern noch nicht geschehen, muss eine umfassende Untersuchung der Böden und Gewässer im Planungsgebiet durch einen unabhängigen Sachverständigen veranlasst werden. Die Gefährdung der Gesundheit der Anwohner, aber auch der dort lebenden Tiere, sollte nachprüfbar ausgeschlossen werden. Bis dahin sind sämtliche Baumaßnahmen zu unterbinden bzw. sofort einzustellen.

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