GRW-Maßnahmen

 

GRW-Maßnahmen – Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)“

I.) Bezirkliche Maßnahme zur Ertüchtigung der touristischen Basisinfrastruktur am Kienberg im Bezirk Marzahn-Hellersdorf – GRW-Nr. 14/14

Zweck der Mittel:

„Die Mittel sind zweckbestimmt zur anteiligen Finanzierung der Ausgaben für die bezirklichen Maßnahmen zur Ertüchtigung der touristischen Basisinfrastruktur am Kienberg gem. Ihrem Antrag vom 24.01.2014, aktualisiert am 24.04.2014. Insbesondere handelt es sich hierbei um den Bau eines bezirklichen und öffentlich gewidmeten Informationszentrums sowie um den Ausbau der touristischen Wegebeziehungen. Das Projekt ergänzt den bereits geförderten touristischen Wuhlewanderweg sowie die tangialen Fernradwege.“

 

Investitions- und Finanzierungsplan:

Gesamtkosten:                                           3.336.750,00 €

davon 10% Eigenmittel des Bezirks:             333.675,00 €

davon 90% GRW-Mittel:                             3.003.075,00 €

 

Förderzeitraum:

15. Mai 2014 – 15. Mai 2017

 

Das Bezirksamt hofft auf steigende Besucherzahlen durch die Herausbildung einer Parkerlebnislandschaft Wuhletal und Kienberg.

 

Ein bezirkliches Informations-Zentrum soll in der Nähe zum U-Bhf. Neue Grottkauer Str. und zum Wuhletal entstehen. Nach unserer Meinung kommt als Standort nur der Jelena-Santic-Friedenspark in Betracht. Der geplante Raum soll Platz für ca. 100 Personen bieten und einer multifunktionale Nutzung zugeführt werden.

Die geschätzten Baukosten liegen bei 717.000,00 €.

 

Ferner sollen die touristischen Wegebeziehungen ab U-Bhf. Neue Grottkauer Str. ausgebaut werden. Die Besucherströme werden dann vorbei am Wohngebiet Feldberger Ring Richtung „Gärten der Welt“ geführt. Durch den Bau einer barrierefreien Brücke (ab Feldberger Ring bis zum Kienberg) soll die Wegebeziehung zum Stadtteil Marzahn verbessert werden.

Das Bezirksamt geht von ca. 1 Mio. Besucher p.a. der Gärten der Welt aus, die künftig hauptsächlich mit der U5 anreisen sollen (darum wurde auch die Umbenennung des U-Bahnhofes in „Gärten der Welt“ beschlossen).

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II.) Nachhaltige Sicherung des Masterplan „Gärten der Welt“; Geländeerschließung am Kienberg – GRW-Nr. 29/13

Zweck der Mittel:

„Die Mittel gemäß Ihres Antrages vom 6.2.2013 und der Kosten- und Finanzierungsübersicht vom 6.2.2013 sind zweckgebunden zur anteiligen Finanzierung der Ausgaben für die nachhaltige Sicherung des Masterplans „Gärten der Welt“ durch die Geländeerschließung am Kienberg.

Im Einzelnen soll eine barrierefreie Verbindung vom „Eingangsbereich“ Neue Grottkauer Straße über das Wuhletal und den Kienberg an die Gärten der Welt inkl. Leitsystem und Besucherinformationen geschaffen werden. Dabei soll ein Bus- und PKW-Parkplatz (sog. Auftakt Hellersdorf) entstehen, eine Brücke über die Wuhle gebaut werden, die Wege im Wuhletal, auf dem Kienberg sowie der Übergang zu den Gärten der Welt ertüchtigt und attraktiviert werden. Die Einbeziehung des Kienbergs in das touristische Gesamtsystem als Aussichtspunkt über Berlin (Alleinstellungsmerkmal der Gegend) erfolgt neben den Wegeverbindungen insbesondere durch ein Aussichtsbauwerk sowie einer Besucherinformation.

Mit der Realisierung der vorgenannten Maßnahmen wird die aufgrund der Steigerung der Besucherzahlen dringend benötigte barrierefreie Anbindung an die Grottkauer Straße geschaffen. Gleichzeitig kann nach dem Abschluß der Maßnahme erstmals ein Schwerpunkt auf größere Besuchergruppen, die mit Reisebussen ankommen, gelegt werden, da diese aufgrund der fehlenden Busstellplätze bisher nicht bedient werden konnten. Bei diesen Besuchergruppen handelt es sich weit überwiegend um Touristen, so dass die Besucherzahlen von derzeit 730.000 pro Jahr auf über 1 Mio. gesteigert werden.

Die Einbeziehung des Geländes rund um den Kienberg wird für Besucher der Gärten der Welt ein Anreiz sein, längere Zeit in Marzahn zu verweilen (Tagesausflügler), so dass ein zusätzliches wirtschaftliches Wachstum durch die Einnahmen bei den umliegenden Betrieben erzielt werden kann. Diese GRW-Maßnahme hat somit eine unmittelbare Bedeutung für die gewerbliche Tourismuswirtschaft und unterstützt und stärkt die Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung der Tourismusbetriebe.“

Investitions- und Finanzierungsplan:

Gesamtkosten:                                            17.025.000,00 €

davon 10% Eigenmittel des Bezirks:             1.702.500,00 €

davon 90% GRW-Mittel:                              15.322.500,00 €

 

Förderzeitraum:

1. Mai 2013 – 31. März 2017

 

Der Weg vom „Auftakt Hellersdorf“ bis zu den Gärten der Welt bzw. auf die Kienbergkuppe soll attraktiv und abwechslungsreich gestaltet werden. Wegeverbindungen zur evtl. dauerhaft bestehenden Seilbahnverbindung sollen geschaffen werden. Auf dem Kienberg ist der Bau von Infrastruktureinrichtungen zur Ver- und Entsorgung der touristischen Einrichtungen geplant. Ferner sollen auf dem Kienberg entstehen:

– Besucherinformationsgebäude

– Brückenverbindung Kienberg – Gärten der Welt mit Aussichtsbauwerk

– attraktive Freizeitangebote (z.B. Baumklettergarten, Bewegungsparcours)

Es wird geprüft, ob die baumfreien Lichtungen am Kienberg künftig als Rodelhang und Sommerrodelbahn genutzt werden können.

In der Expertise der BTE-Tourismus- und Regionalberatung geht von steigenden Eintrittspreisen in die Gärten der Welt aus.

 

Ggf. sind die Maßnahmen aus steuerlicher Sicht der Grün Berlin Stiftung zuzuordnen.

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Träger und Betreiber der Infrastrukturmaßnahmen sind an die Erfüllung der Voraussetzungen für die Bewilligung der Fördermittel für mind. 15 Jahre gebunden. D.h.: Was gebaut wird, bleibt bestehen und wird nicht nach der IGA 2017 wieder zurückgebaut. Das Wohngebiet, der Friedenspark und das Wuhletal nebst Kienberg werden dauerhaft ihren Charakter deutlich verändern.

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Es wird laut am Feldberger Ring, dem Friedenspark und auf dem Kienberg.