Nicht-einheimische Pflanzen (Neophyten)

Neben Bäumen findet sich noch eine Reihe neophytischer Sträucher wie die Schneebeere (auch Knallerbsenstrauch, aus Nordamerika), diverse Spiersträucher (v.a. aus Ostasien) und die Mahonie (Nordamerika).

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Die Schneebeere, auch Knallerbsenstrauch genannt, ist ein oft gepflanzter Zierstrauch, der in Nordamerika beheimatet ist.

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Spiersträucher werden in vielen Arten und Sorten zur Zierde bei uns gepflanzt. Einige Arten blühen weiss im Frühjahr, andere, wie im Bild, lila im Sommer. Die Arten kommen hauptsächlich in China vor.

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Die aus Nordamerika stammende Mahonie ist durch ihr stechendes Laub und die blau bereiften Beeren unverwechselbar.

Ausserdem finden sich noch Wilder Wein und Kanadische bzw. Riesen-Goldrute (beide Nordamerika).

Trotz der recht hohen Dichte an nicht-ursprünglichen Arten, finden sich hier auch viele einheimische Kräuter, Sträucher und Bäume, die sich v.a. selbst eingefunden haben. Diese gilt es in ihrer Ansiedlung zu unterstützen und darüber hinaus weiteren Arten geeignete Bedingungen zu schaffen. Mit anderen Worten, die Biodiversität am Kienberg hat durchaus noch ein hohes Potential, das man durch gezielte Maßnahmen fördern kann.

Dennoch, das was am Kienberg wächst, ist nicht gleich schlecht und wir bitten alle zu differenzieren, ob Bäume gefällt werden, weil sie einem IGA-Bau weichen müssen oder weil sie Teil eines ökologischen Entwicklungskonzeptes sind!

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One comment

  • Ilka Christof

    Neophyten und Insekten
    Goldruten verdrängen Blütenbesucher

    (umg.info 2009_05) Die nordamerikanischen Goldruten zählen zu den aggressivsten Neophyten in Europa und wurden dadurch zu Pro­blem­pflanzen im Naturschutz. Einst wurden Goldruten in Mitteleuropa sogar als Bienenpflanzen gezielt angesät. Untersuchungen in Polen haben nun aber gezeigt, dass die Ausbreitung der Späten und Kanadischen Goldrute (Solidago gigantea, S. canadensis) negative Konsequenzen für viele Blüten besuchende Insekten hat.
    Die aus Nordamerika stammenden Goldruten zählen zu den er­folg­reichsten Neubürgern im Pflanzenreich und haben sich seit den 1950er Jahren über ganz Europa ausgebreitet. In vielen Feucht­wiesen ver­drängen sie die ursprüngliche Vegetation und verändern die Wechsel­beziehungen zwischen Pflanzen und Blüten besuchenden Insekten. Polnische Forscher verglichen Streuwiesen mit und ohne Gold­ruten­vorkommen: In Streuwiesen mit Goldruten sind Arten­viel­falt und Häuf­ig­keit von Wildbienen, Schwebfliegen und Schmet­ter­lingen signifikant geringer. Betroffen davon sind nicht nur spez­iali­sierte Arten, sondern auch Nahrungsopportunisten. Das ist umso erstaunlicher, als Goldruten während der Blütezeit große Mengen an Nektar (bis zu 385 kg/ha) und Pollen (90 kg/ha) produzieren. Mög­licher­weise hängt dieser Effekt mit der verhältnismäßig späten Blütezeit der artenarmen Goldruten­be­stände zusammen. Insbesondere bei Schmetterlingen sind zudem die Larven in vielen Fällen spezialisierter als die erwachsenen Tiere und ausschließlich auf bestimmte Futterpflanzen angewiesen. Selbst wenn Goldruten adulten Insekten Nahrung im Überfluss bieten, ist keine Re­produktion möglich, wenn die Raupenpflanzen verdrängt wurden. Die Ein­wand­erung der Goldrute verändert zudem die Vegetationsstruktur und führt dadurch möglicherweise zum Verschwinden wichtiger Struk­turen für im Boden nistende Wildbienenarten.

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